Fruitlogistica 2017 Berlin

Auf die freundliche Einladung der Messe Berlin hin, hatte ich in diesem Jahr erstmalig Gelegenheit mich der Fruitlogistica zu widmen. Eine Messe ganz nach meinem Geschmack – im Gegenteil zu manch anderer Food-Messe nicht zu überlaufen und zudem allerhand optische und kulinarische Höhepunkte.

In diesem Jahr waren wieder weit über 70.000 Besucher vor Ort, die sich gefühlt jedoch gut über die drei Tage verteilten – der Großteil der Besucher kam aus dem Ausland und so konnte man sein Englisch, sein Französisch, sein Spanisch aber auch viele andere Sprachen dort auf den Prüfstand stellen.

Es waren tausende von Aussteller, darunter nahezu alle südeuropäischen Länder, alle lateinamerikanischen sowie asiatischen Anbieter durchweg mit fantastisch gestalteten Ständen vertreten – ich gehe davon aus das jeder Kontinent dabei war. Für die Messe Berlin sicher eine der interessanteren Veranstaltungen, in jedem Falle aber auch eine gewaltige Herausforderung – die aus meiner Sicht bravourös bestanden wurde.

Zur Einstimmung hatte die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) unter anderem den Presse-Besuchern zwei Charts zur Verfügung gestellt (Quelle: AMI-Analyse auf Basis des GfK Haushaltspanels), die das deutsche Verhältnis an Einkaufsmengen für Frischobst und Gemüse wiedergeben. Hieraus geht hervor das Äpfel & Bananen an der “Fruchtfront“ noch immer die unangefochtenen Spitzenreiter sind.

Beim Gemüse lesen sich die ersten sechs (Tomaten, Möhren, Zwiebeln, Salatgurken, Paprika & Eisbergsalat) wie die Zutatenliste eines guten Salates – und daraus wird dieses Ranking letztendlich wohl auch hervorgehen. Interessant wäre welchen Platz hier Schafskäse & Thunfisch eingenommen hätten, wobei diese beiden Kandidaten ja nicht unbedingt dem Gemüse hinzugezählt werden dürfen…

Bei einem derart umfangreichen Angebot an die Fachbesucher wie in diesem Jahr, war es für den einen oder anderen unumgänglich Prioritäten zu setzten. Neben vielen interessanten Konferenzen & Workshops blieb oft nicht die Zeit sich jeder der einzigartigen Hallen des Messegeländes ausreichend zu widmen.

So konnte auch ich innerhalb der drei Tage leider nicht wirklich alles sehen, erfahren und probieren was es auf der Fruitlogistica so gab. Daher habe ich mich auf die unterschiedlichen Sorten von Blutorangen – hier hatte ich letztlich erst ein CheckIt released (die Sorten habe ich dem Blutorangen CheckIt  hinzugefügt) –  einige Obst-Neuheiten sowie die liebevolle Ausgestaltung vieler Stände fokussiert.

Die vielen Bilder im Anschluss an diesen Beitrag sollen Euch das Gefühl vermitteln, welches in Gegenwart derart vieler Frische-Produkte zweifelsohne auch Euch erfasst hätte.

Die Fruitlogistica ist auch im nächsten Jahr ein MUSS für jeden der auf Früchtchen steht.

 

The Cracking Monkey – ein MUSS für Nussliebhaber

Die Pili-Nuss – was für eine Nuss & dabei auch noch vegan. Neben der absolut tollen Art der Darbietung und Verpackung in schicken Baumwollbeuteln – bedruckt auf Sojabasis -, besticht die Cracking Monkey, mit Ursprung auf den Philippinen, ganz besonders durch die haptische Erfahrung & den ökologischen Gedanken.

Die Nuss kann mit einem Edelstahlhebel, der aus recyceltem Besteck gefertigt ist, an den vorab bereits eingekerbten Flanken kinderleicht geöffnet werden. Sie ist angenehm weich im Biss und weist ein mildes Aroma auf. Zudem enthält sie eine “gute Portion“ Vitamin E, A und C sowie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen. Von Ballaststoffen, Aminosäuren, Proteinen mal ganz abgesehen – ein sehr gesundes “Nüsschen“.

Vertrieben wird dieses ökologische und innovative Erzeugnis von der Frischebox GmbH in Rheinstetten und war sicher nicht umsonst ein heißer Kandidat auf den Fruit Logistica Innovation Award 2017.

Kaufen kann man die Nüsse angefangen von 300g bis hin zum 5kg Beutel, wobei sich letztere Größe besonders gut als Gimmick für schicke Partys und andere In-Events anbietet. Gesund, ökologisch & Hype, was will man mehr.

Mehr zur Nuss unter http://www.thecrackingmonkey.de.

Snow White Pear – eine “Birne“ die mehr bietet

Wer Birnen liebt, wird mit Sicherheit ein Fan der Snow White Pear von Qingdao O’natur werden. Auf Grund ihrer Größe (200 – 500g/Stück) bietet diese wunderbare Frucht das nötige “Mehr“ an Genuss.

Anders als viele Ähnliche “Birnengewächse“ hat sie keinen mehligen Touch und schmeckt durchweg erfrischend ohne dabei zu süß zu sein. Diese Frucht lässt sich hervorragend verarbeiten und weist ein ganz eigenes Aroma auf. Besonders gekühlt und ggf. in Form kleiner ausgestochener Kugeln gibt dieses Obst eine tolle und ungewohnte Ergänzung für jeden Fruchtsalat ab.

Neben vielen Vitaminen hat die Snow White Pear auch einen Anteil an Antioxidantien zu bieten. Die Frucht hat Ihr zu Hause in Qingdao (China) und wird periodisch zwischen September und April angeboten. Sie ist laut Hersteller mit dem GLOBAL G.A.P., Organic Product Certificate ausgezeichnet worden und kann in Karton angefangen von 5 bis zu 18kg geordert werden.

Quelle in Deutschland: Aktuell nur DirectOrders, ab September 2017 auch im freien Handel

Papaya at its best – Bio aus Amerika

Es gab allerhand Anbieter von Papaya auf der Fruitlogistica und jede Sorte hatte ihre Vorzüge. Ich hatte die Chance sehr leckere Papaya aus Brasilien zu probieren – groß, weich und zuckersüß waren diese.

Aber im Vergleich mit der Organic Formosa von HLB aus Florida hatte keine andere Papaya eine echte Chance. Diese Bio Papaya war zwar nicht so groß wie andere, aber Ihr Geschmack und ihre Konsistenz machen sie einzigartig.

Lorenz, der Director of Sales von HLB Specialties, war nicht nur ein super freundliches Gegenüber, sondern auch ein echter Spezialist. Er nahm sich ausreichend Zeit mir die Beweggründe und den Spirit dieses Produkts, aber auch der vielen anderen Spezialitäten von HLB zu erläutern.

Neben Papaya offeriert HLB auch hervorragende Rambutan, süße große Mangos erstklassige Limetten und vieles mehr. Man merkt an der erlesenen Qualität der Produkte mit welcher Sorgfalt und Liebe hier gearbeitet wird. Vielen Dank für diese Einblicke.

Quelle in Deutschland: Die herkömmliche Papaya die durch HLB vertrieben wird bekommt man beispielsweise bei Globus & Edeka – die Bio Papaya sind noch sehr neu, daher kann es ggf. noch etwas dauern bis es dies dort auch zu kaufen gibt.

CheckIt: Blutorangen

Blutorangen im Quick CheckIt

Ich liebe Blutorangen, aber wie es immer so ist kauft man meist nur wenige und sobald man festgestellt hat, das diese besonders lecker waren gibt es schon keine mehr davon – oder die neu gekauften schmecken plötzlich vollkommen anders. Blutorangen schmecken deutlich intensiver als ihre „unblutigen“ Verwandten, sie enthalten je nach Sorte unterschiedliche Mengen an Vitamin B, C, E sowie Kalium und Kalzium und sind neben dem Attribut lecker daher auch äußerst gesund & fotogen.

Die Farbe des Fruchtfleisches bei Blutorangen wird durch Anthocyan hervorgerufen – die Menge an Anthocyan ist abhängig von Temperaturschwankungen über den Tag und hat auch Einfluss auf den Farbanteil der Schale (Exokarp, Flavedo). Besonders „ansehnliche“ Früchte finden sich in der Nähe des Aulkans Ätna, aber auch in den USA, Südafrika und dem gesamten Mittelmeerraum.

Die, je nach Sorte (Moro, Sanguine, Tarocco,  u.a) mal stärkere oder weniger stark ausgebildete weiße Schicht zwischen Schale und dem Fruchtfleisch nennt sich Mesokarp oder auch Albedo. Hier liegt – wie auch bei herkömmlichen Orangen – beim Verzehr oftmals der größte “Störfaktor“, denn die meisten Leute möchten so wenig davon mitessen wie möglich. Daher muss nach dem Schälen sehr oft ein aufwendiges Putzen erfolgen – wenn man dies selber machen muss ist der Genuss oftmals schon getrübt. Zudem kommt es oft vor das beim zu intensiven Auspressen von Saftorangen das Albedo den Saft bitter werden lässt. Was zudem stört ist das bereits beim Schälen, aber spätestens beim Putzen Saft aus dem Fruchtfleisch austritt, der die ganze Angelegenheit dann oftmals recht klebrig werden lässt.

Ob die Blutorangen Kerne hatten war mir in diesem CheckIt nicht so wichtig – wenn man bedenkt das sich naturgemäß Obst über seine Samen, respektive Kerne vermehrt kann man Kernlosigkeit – auch wenn es mehr Freude beim Essen macht –  nicht wirklich als Pluspunkt werten. Wären allerdings über die Maßen viele Kerne in einer Frucht gewesen hätte ich dies aber zumindest angemerkt. In Summe waren es bei drei verkosteten Früchte lediglich sechs Kerne.

Es gibt mehrere Sorten der sogenannten Blutorange – meist werden bei uns die Moro (tiefrot) & Tarocco (leicht rot durchzogen) angeboten. Eine gute Option sich nicht mit den Sorten beschäftigen zu müssen, ist es beispielsweise sich an den Anbietern zu orientieren.

Diese Blutorangen haben dann meistens eine Produktbezeichnung und man ist so etwas zielsicherer bei dem was man beim Einkauf  in die Hände bekommt. Eine Garantie gibt es aber nie.

Für dieses kleine CheckIt habe ich beim Berliner KaDeWe drei verschiedene Blutorangen-Sorten eingekauft. Warum im KaDeWe? Zum einen weil es Freude macht dort Kulinarisches zu shoppen, zum anderen weil nur sehr, sehr wenige Geschäfte standardmäßig mehr als die Moro im Portfolio haben.

Nach meinem Besuch der Fruitlogistica 2017 habe den Beitrag noch um fünf weitere Blutorangen erweitern können.

Ganz wichtig: In meinem Fokus standen Geschmack, Handling & Aussehen. Weiterführendes Wissen zu Sorten, Anbaugebieten und Eigenschaften der beschriebeben Früchte findet Ihr beispielsweise bei Wikipedia oder auf den jeweiligen Produzenten Webseiten.

Anbieter KaDeWe

Der Produzent war leider nicht benannt, die Sorte Moro, Herkunft Italien/Sizilien

Plus

Die Moro war recht süß, hatte aber trotz allem ausreichend Säure um nicht langweilig zu schmecken. Im Biss war diese Orange ausreichend fest und das Fruchtfleisch von kräftiger roter Farbe.

Minus

Die Moro ließ sich verhältnismäßig schlecht pellen und musste im Anschluss aufwändig geputzt werden.

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Moro von mir 3-4/5 Punkte.

Anbieter Sanlucar

Sanlucar “Rote Sonne“, Sorte nicht benannt – vermutlich aber eine Tarocco, Herkunft Italien/Sizilien

Plus

Die Sanlucar Blutorangen ließen sich extrem gut pellen und es blieb auch sehr wenig Albedo an den Früchten haften, womit kein Putzen mehr nötig war und die Frucht sogleich genossen werden konnte. Diese Blutorange war sehr saftig und hatte ein ausgewogenes Süße / Säure Verhältnis.

Minus

Die Sanlucar weist nur ganz geringe Spuren roten Pigmente auf und lässt sich daher als Blutorange manchmal nur schwer identifizieren.

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Sanlucar von mir ganze 5/5 Punkte.

Anbieter Struwwelpeter

Struwwelpeter, Sorte nicht benannt, Herkunft vermeintlich Italien/Sizilien

Plus

Die Struwwelpeter eignen sich auf Grund ihres Looks sicher gut für die Food-Fotografie.

Minus

Die Struwwelpeter ließ sich im Vergleich verhältnismäßig schlecht pellen und musste im Anschluss zusätzlich aufwändig geputzt werden. Sie war nur mittelmäßig saftig und das Fruchtfleisch deutlich weniger rot als beispielsweise bei der Moro. Vor allem aber hatte die Struwwelpeter sehr viel Säure und erinnerte geschmacklich stark an eine Zitrone.

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Struwwelpeter von mir nur 2-3/5 Punkte.

 

[Update 2017-02-20]

Im Rahmen der Fruitlogistica 2017 habe ich fünf weitere tolle Blutorangen gefunden und im Folgenden für Euch in den CheckIt vom Januar aufgenommen

Anbieter Il Fragolino (Arancia Rossa)

Die Il Fragolino eignen sich auf Grund ihres tollen & natürlichen Looks extrem gut für die Food-Fotografie.

Plus

Diese Blutorange macht Ihrer „Zunft“ alle Ehre – sie sieht super aus, kommt mit Blattwerk daher, duftet sehr intensiv und hat einen bestechenden Geschmack. Sie hat gerade genug süße gepaart mit typisch kräftigen „Vulkan Aroma“ zudem löst sich bei pellen die Frucht leicht aus und hat kaum Albedo an der Frucht.

Minus

Keines

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Il Fragolino von mir ganze 5/5 Punkte.

Anbieter Moretti

Die Moretti, dem Aussehen nach eine Tarocco, eignet sich bedingt für die Food-Fotografie.

Plus

Das Innere dieser Blutorange hat einen guten Look – leicht rot durchzogen macht sie zumindest Innen schon etwas her. Sie weist etwas mehr Säure auf als einige andere Sorten, aber das Verhältnis ist subjektiv gesehen noch OK. Die Moretti ist zudem sehr saftig und lässt sich gut pellen.

Minus

keines

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Moretti von mir 4/5 Punkte.

Anbieter Valensina Sanguinelli (aus Spanien)

Die Valensina Sanguinelli , eine Orange zum Saften.

Plus

Die Früchte haben einen super Blutorangen Look der sich im Inneren allerdings nicht derat „wiederholt“. Diese Blutorange hat einen ausgewogenen Säureanteil und eigenet sich in diesem Kaliber hervorragend als Saftorange.

Minus

Das Innenleben ist optisch mäßig interessant, das Albedo leider sehr kräftig und die Frucht  aufwändig beim pellen.

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Valensina Sanguinelli von mir 3-4/5 Punkte.

Anbieter IGP (Sizilien)

Unter den Begriff  Arancia Rossa di Sicilia fallen die Sorten Moro, Sanguinello und  Tarocco. Die IGP hat es sich zum Ziel gesetzt eine geschützte geografische Angabe zu etablieren – ebenso wie z.B. beim Balsamico. Bei den direkt  auf dem IGP Stand angebotenen Blutorangen handelte es sich überwiegend um die Sorte Tarocco.

Plus

Die IGP Blutorange ließ sich sehr leicht pellen, war auffällig süß.

Minus

Neben der Süße fehlte leider der gewisse Anteil an Säure und somit das erhoffte geschmackliche „Feuer“. Zudem war die IGP nicht so fotogen und wirkte von Außen eher wie eine ganz normale Orange – von Innen dann wie die anderen Taroccos auch.

Auf einer Skala von 0-5, erhält die verkostete IGP von mir 3-4/5 Punkte.

Anbieter Rosaria

Die Rosaria stammt ebenfalls aus der Region um den Ätna und eignet sich im verkosteten Kaliber meines Erachtens eher für Saft als zum direkten Verzehr. Allerdings baut der Hersteller darüber hinaus alle bekannten sizilianischen Blutorangensorten und auch einige Kreuzungen an.

Plus

Die Rosaria ließ sich einfach pellen, war recht süß und saftig. Das Innere sah sehr nach Moro aus – ob dem so ist oder hier eine Kreuzung mitgegeben wurde war nicht klar.

Minus

Anders als beim Inneren kann man der Rosaria ganz klar ein langweiliges Äußeres bescheiden. Die Frucht hatte deutlich zu wenige Säure / Feuer.

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Rosaria von mir 3/5 Punkte.

Fazit [2017-01-29] 

Aus meiner Sicht ist der Gewinner dieses kleinen CheckIt ganz klar die Blutorange “Rote Sonne“ von Sanlucar. Diese Orange hat neben der herausragenden geschmacklichen Aspekte vor allem auch durch ihr gutes „Handling“ überzeugen können.  Man konnte sie ohne viel Aufwand und klebrige Hände genießen und hatte trotz allem eine auffällig frische und saftige Frucht.

Fazit Update [2017-02-20]

Nach der Verkostung weiterer fünf Sorten muss ich mich korrigieren. Mein absoluter Top Favorit ist die Il Fragolino. Nicht nur das die Mitarbeiter diese Produzenten am authentischsten schienen – die Früchte waren ebenso ein Augenschmaus wie sie geschmacklich eine ganze Kategorie über allen anderen anzusiedeln waren. Hier schmeckte man das Feuer des Ätna formlich heraus – Respekt für so viel Liebe zur Frucht und einem solch guten Ergebnis „der handwerklichen Kunst“.

Schlemmerabend die Zweite

Am 26. September war es wieder mal soweit, EDEKA Struve lud zum neuerlichen Schlemmerabend in seine Filiale in Bramfeld  ein. Diesmal Betrug der Eigenanteil fünfzehn Euro, wobei fünf Euro als Gutschein beim nächsten einkauf Verwendung finden konnten. Für zehn Euro also „all you can try“, aka was das Herz begehrt. Das Struve Team hat sich diesmal wiederum selbst übertroffen.

Beim Event waren natürlich wieder viele Stammkunden und interessierte Leckermäuler vor Ort. Man spürte förmlich mit welcher Liebe die scheinbar unendlich vielen Buffets angerichtet worden waren – und, wie soll es anders sein – auch außerhalb der eigentlichen Öffnungszeiten war das für EDEKA sprichwörtliche „Immer in Aktion für Sie!“ aus den 80igern wieder spürbar.

Insbesondere die Damen der Fleisch & Wurst-Theke möchte ich erwähnen – die hatten sich mal wieder richtig ins Zeug gelegt und neben einem perfektem Gaumenerlebnis auch für ein optisches HighLight gesorgt.

Gleich nach dem Eingang standen mehrere Platten mit „fangfrischem“ Sushi & Sashimi und luden zum „Innehalten“ ein.

Gegenüber gab es frische Säfte der Region, Wraps sowie Fisch-Happen. Viele Hersteller hatten sich kleine Nischen eingerichtet wo dann die jeweiligen Produkte (Chips, Olivenöle, Molkereierzeugnisse, Limonaden, Weine, Kraft-Biere, u.v.m.) zur Verkostung angeboten wurden.

Die Stimmung war fröhlich, was nicht zuletzt der Band geschuldet war die im Eingangsbereich spielte – sicher aber auch wie schon im letzten Jahr dem Ausschank alkoholhaltiger Getränke  – das Ende des Events war dann um halb elf erreicht – gerade richtig aus unserer Sicht.

Hier einige Bilder zum Event die sicher Lust darauf machen beim nächsten mal dabei zu sein.

Update: Am 12.10 findet ein Schlemmerabend bei Struve in Rahlstedt statt und am 16.11 in Eidelstedt – also nichts wie Karten kaufen und hin!

Steakhouse St. Georg Hamburg

August 2016 – Steakhouse St. Georg

Reservierung

Das Restaurant ist recht groß, wobei wir bei größeren Vorhaben dennoch dazu raten im Steakhouse St. Georg zu reservieren.

Ambiente

Wir wurden sehr freundlich empfangen und alle fühlten sich von der ersten Minute an wohl. Besonders angenehm empfanden wir den Umstand, dass man uns sogleich nach der Begrüßung anbot Garderobe und Taschen für uns zu verstauen.

Das Restaurant ist  recht groß und teilt sich in drei unterschiedliche Bereiche auf – ganz nach den eigenen Vorlieben kann man eher zurückgezogen im hinteren Teil sitzen, im mittleren Teil den Köchen beim Kochen zuschauen oder aber auch nahe des Eingangsbereiches (noch vor dem Tresen) „in der Menge baden“ wenn man denn Leute um sich haben will –  bei guten Wetter gibt es auch einige Tische direkt vor dem Restaurant.

Der Bereich neben dem Tresen beherbergt die Kasse und dient sozusagen als kleiner Empfangsbereich.

Nicht zuletzt die Einrichtung des Steakhouse St. Georg erinnerte uns an eine bekannte Steakhouse Kette mit Hauptsitz in Hamburg – wobei, das muss ich erwähnen – die Einsatzfreude im Steakhouse St. Georg für den Gast und auch die Fleisch-Qualität deutlich besser sind als beim „Original“ – aber dazu später mehr.

Das Restaurant ist klar strukturiert, nicht verspielt  – sagen wir mal zweckmäßig und aufgeräumt. Einziges Manko beim Ambiente – die Lichtsituation – es könnte deutlich heller sein, und die Lichtverteilung auf den Tischen gleichmäßiger um die kulinarischen Höhepunkte noch besser ins rechte Licht zu setzen.

Die Visitenkarte

Die Toiletten waren sauber und machten einen gepflegten Eindruck. Hier könnte mit Deko & Duft beim Gast noch etwas gepunktet werden.

Service

Unsere Bedienung war schnell, freundlich und zuvorkommend – war mal ein Glas leer, wurde ohne weitere Anmerkung auch schon darauf reagiert. Im Grunde wurden uns durch die Bank weg die Wünsche von den Lippen abgelesen.

Vorspeisen

Bei unserm Vorhaben in Sachen Tomahawk Steaks war natürlich abzusehen, das Vorspeisen hier unnötigerweise die Kapazitäten einschränken würden – was aber nichts daran änderte das wir zumindest ein Carpaccio und eine Portion Bruschetta orderten.

Das Carpaccio war fantastisch – sehr frisch, das Fleisch hauchdünn und Raumtemperatur – nicht zuviel Rauke, ein sehr leckerer gehobelter Parmesan – ein gutes natives Olivenöl und ein hervorragender „alter“ Balsamico – die Komposition – ein Traum.

Auch die Bruschetta waren top. Beim Brot verwendet das St. Georg Steakhouse dasselbe wie es zu den Steaks gereicht wird – sprich knusprig und ganz leicht mit Knoblauchbutter bestrichen – oben drauf noch frische Tomatenwürfel, etwas Zwiebel & Kräuter – herrlich.

Hauptgericht

Was kann man von einem Restaurant an Einsatz für den Gast erwarten? Ich schicke diese Frage voraus, weil wir ja eigentlich geplant hatten gegenüber vom Hamburger Hauptbahnhof einzukehren und dort, die uns bekannten Prime-Steaks zu genießen.

Hierfür reservierten wir bereits Wochen vorher. Vier Tage vor dem Termin wollten wir auf Nummer sicher gehen das, das bekannte Hamburger Steakhouse dann auch ausreichend viele Scheiben vom Prime-Steaks für uns vor Ort bereit hält.

Womit wir nie gerechnet hätten war, das die Restaurantleitung uns keine Offerte machen konnte / wollte – nein ganz im Gegenteil, man sprach von Wochen die es dauern würde das bisher durchgängige Prime-Steak Angebot wieder aufzunehmen – einen Zukauf für unseren Termin wollte man partout nicht bewerkstelligen – sehr, sehr schade.

Aber jede Medaille hat ja bekanntlich zwei Seiten und siehe da, der ad hoc kontaktierte Chef vom Steakhouse St. Georg war sofort bereit uns „aufzufangen“. Obwohl nicht auf der Karte hat er das Wochenende und den darauffolgenden Montag dazu genutzt das beste Fleisch für unseren Steak-Event aufzutreiben.

Er war beim Fleischhändler seines Vertrauens – ja sogar bei Delta, letztendlich wurde er in der Metro fündig (Vielen Dank nochmals für diesen Aufwand!) .

Somit stand dem Event nichts mehr im Wege. Die Konsistenz des Fleisches sowie dessen Aroma war bemerkenswert – die handwerkliche Leistung des Grillers ebenso. Wir hatten letztlich eine deutlich bessere Qualität von Ribeye am Knochen als wir diese bis dato bei der bekannten Konkurrenz vorfanden – und dies zu einem Preis der mehr als fair war.

Nachspeisen

Jeder von uns hatte zwischen tausend und tausend-dreihundert Gramm vertilgt – da war beim besten Willen kein Platz mehr für Süßes!

Fazit

Für das Steakhouse St. Georg können wir eine klare Empfehlung aussprechen. Wer Steaks liebt sollte es unbedingt mal ausprobieren – insbesondere wenn der indische Chef-Griller vor Ort ist liegt geschmacklich nur wenig Abstand zu den INN-Steakhäusern Hamburgs vor.

Die Preise im Steakhouse St. Georg sind bei der bis dato angebotenen Qualität & im Vergleich mehr als fair.

Besonder Erwähnung sollte auch die Zitronenbrause finden, denn eben wie in Bayern – hat diese geschmacklich so gut wie gar nichts mit industriellem Zuckerwasser zu tun – einfach mal bestellen.

Von uns ein klares JA für einen Besuch im Steakhouse St. Georg!

Casse-Croûte in Hamburg

Mittwoch, 1. Juni 2016 – Gänsemarkt – Casse-Croûte.

Reservierung

Wir raten definitiv dazu beim Casse-Croûte mit ausreichend Vorlauf zu reservieren.

Ambiente

Wir wurden bereits vor dem Casse-Croûte in Empfang genommen – was sicher auch dem Umstand geschuldet war, dass der eine oder andere sich ohne die “Zigarette davor“ nicht optimal vorbereitet fühlten…

Die Bedienung des Casse-Croûte reagierte freundlich und souverän indem, neben der Begrüßung, das Angebot folgte die ersten Getränke sogleich im Eingangsbereich noch vor der Gasstätte zu servieren – diese Angebot konnten wir natürlich nicht ausschlagen.

Nach gut einer Viertelstunde betraten wir dann das Casse-Croûte. Das Restaurant ist  recht übersichtlich in zwei Gasträume aufgeteilt. Als kleiner Empfangsbereich dient die Fläche vor dem Tresen.  Hier wurden wir nochmals „ganz offiziell“ begrüßt & an unseren Tisch geleitet.

Als besonders angenehm empfanden wir den Umstand, dass man uns sogleich anbot Garderobe und Taschen für uns zu verstauen – das ist doch mal ein runder Service.

Die Einrichtung des Casse-Croûte entspricht der eines französischen Bistros – umlaufend und auf Sitzhöhe sind durchgängig Spiegelflächen platziert die zumindest optisch “mehr Raum“ entstehen lassen.

Man fühlt sich sofort wohl – einziges Manko beim Ambiente – es könnte einen Tick heller sein – insbesondere um den Aufwand und die Sorgfalt des Dekorierens der Speisen auch entsprechend würdigen zu können.

Die Visitenkarte

Die Toiletten waren sauber und machten einen gepflegten, jedoch keinen edlen Eindruck – wobei das Ambiente auf den Look der Gasträume abgestimmt ist.

Service

Unsere Bedienung war ein Goldstück, freundlich, zuvorkommend, kompetent und schlagfertig – wir fühlten uns durchweg gut & sehr zügig bedient und zudem ehrlich beraten – dabei hatte sie stets ein Auge für unsere besonderen Wünsche und machte uns Vorschläge zur Ergänzung unserer Gerichte.

Zu erwähnen ist auch der Sommelier des Casse-Croûte – ein echter Kenner ohne Allüren –  wir fühlten uns mehr als gut beraten, der Pintia 2010 war ein beeindruckendes – der Armagnac ein außergewöhnliches Erlebnis – ein Dank für diese Erfahrungen.

Vorspeisen

Alles fing an mit dem “Gruß aus der Küche“, nämlich Frische Pfifferlinge in Rahm mit gebratenem Semmelknödel & Schnittlauch.

Viele Jahrzehnte meide ich bereits Pfifferlinge – es war im Grunde nie eine Portion dabei die nicht irgendwo „knirschte“ – aber WoW, im Casse Croûte überzeugte schon der kleine Gruß aus der Küche sowohl handwerklich als auch geschmacklich.

Unser „Goldstück“ war so freundlich und stellte für uns eine leckere Vorspeisenplatte zusammen.

Hierin enthalten waren ein vorzügliches Carpaccio di manzo mit “altem“ Essig, Parmesan & Pinienkernen nebst Rucola (eine hervorragende Rauke – kein bisschen bitter, leichter Nuss Geschmack & ein delikates Olivenöl), dabei auch eine Portion Ossetra-Kaviar mit gekochtem Ei & Kartoffelpuffer (sehr frischer Geschmack, Körnigkeit & Feste der Eier optimal)….fehlen durfte natürlich das Vitello tonnato – Kalbsbraten in Thunfischsauce mit Kapernäpfeln nicht – ebenfalls auffällig lecker.

Die HighLights waren aus unserer geschmacklichen Sicht das Carpaccio und die auffällig leckeren Kartoffelrösti & Tobiko Kaviar –  das pikante Thunfischtatar mit Wasabi Crème hätte auch punkten können, war dafür aber etwas zu überwürzt – “weniger ist mehr“.

Zur Vorspeisenplatte gehörten auch Garnelen in süßsauer Sauce – die fielen etwas aus der Reihe – die Sauce war nicht selbstgemacht – was man leider sofort geschmeckt hat – zudem garten die guten Garnelen temperaturbedingt noch in den Schalen auf dem Tisch nach – wodurch diese sich zunehmend verfestigten.

„Wären sich die Garnelen in der Pfanne lediglich Salz, Pfeffer, Knoblauch und Olivenöl begegnet – wären sie sicher auch bei uns besser angekommen.“

Hauptgericht

Alle Hauptgerichte kamen wohltemperiert & liebevoll dekoriert auf den Tisch wobei die Portionen durchweg ordentlich waren.

Das Original Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln, Spargel & Gurkensalat war handwerklich OK – vielleicht etwas trocken – der Spargel 1a.

Das Australische Grain Feed Rinder filet war, wie zu erwarten, ein Traum an Zartheit und Geschmack – natürlich etwas preisintensiver als das „Rind von der Stange“ – dafür aber auch Taste-intensiver!

Besonders zu erwähnen ist das Ochsenkotelette vom Heide-Rind –  800g auf den Punkt gegart und für den Gast tranchiert – sehr feines Aroma & trotz allem herzhaft – dazu ein wenig Rosmarin Jus – ein Gedicht für MeatLover.

Wobei natürlich auch Beilagen wie der feine Rahmkohlrabi & die wohlschmeckenden Waldpilze (extrem geputzt, sehr frisch) Erwähnung finden müssen – diese Qualität findet man nicht alle Tage.

Ein besonderer Peak war in jedem Falle auch der Bratkartoffelsalat, der durch eine sehr interessante Konsistenz & ein leckeres Dressing bestach.

Nachspeisen

Leider waren wir alle so satt das trotz der inneren Bereitschaft eines jeden – beim besten Willen niemand von uns mehr ein Dessert hätte „unterbringen“ können – obwohl sich die entsprechende Passage der Speisekarte wie die reine Verführung las. Wir hoffen dies bei einem zukünftigen Besuch nachholen zu können – falls ja, erfolgt ein Update.

Fazit

Das Casse Croûte ist ein Restaurant , dessen Besuch wir gerne einem jeden ans Herz legen – denn, vor allem die im ersten Blick unsortiert wirkende Karte, gibt eben eines her was man heutzutage nicht mehr als zu häufig findet – es findet sich für so gut wie jeden Esser etwas.

Die Preise im Casse Croûte orientieren sich nicht zuletzt an der Qualität der Grundstoffe – und diese sind hier hervorragend – daher auch etwas gehobene Preise.

Von uns eine klare Empfehlung für einen Besuch im Casse Croûte!

 

Tschebull in Hamburg

Am Donnerstag, den 21. April 2016 stand das Hamburger Tschebull im Levante Haus auf unserer Agenda.

Reservierung

Das Tschebull hat ausreichende Kapazitäten, dennoch sollte man auf Nummer sicher gehen und mit ein wenig Vorlauf vorab reservieren.

Ambiente

Das Tschebull verfügt über einen Empfangsbereich an dem wir sehr freundlich und zuvorkommend begrüßt & an unseren Tisch geleitet wurden. Der Gastraum ist mehrfach unterteilt, woraus unterschiedliche Bereiche wie Restaurant, Bar, Lounge & Beisl (österreichisch für Gasthaus) entstehen.

Das Tschebull ist mit Liebe und Sorgfalt eingerichtet und durchdacht gestylt worden. Als störend empfanden wir die stellenweise doch recht geringen Abstände zu anderen Gästen sowie die deutlich zu laute Geräuschkulisse – hier sollte unbedingt etwas verändert werden damit dem kulinarischen Erlebnissen nichts im Wege steht.

Die Visitenkarte

Saloon artiges Ambiente bei den Toiletten, diese Waren sauber und machten einen gepflegten, aber keinen edlen Eindruck.

Service

Die für unseren Tisch zuständige Bedienung war sehr freundlich & äußerst kompetent, wir fühlten uns sehr zügig & gut bedient, sowie offen & ehrlich beraten.

Vorspeisen

Zu Beginn wurden uns Brot, Olivenöl sowie ein sehr milder Obatzter gereicht – das Brot war ein Traum, der Obatzter ebenso.

Ausgesprochen lecker war der MARINIERTE TAFELSPITZ in Gemüsevinaigrette mit Meerrettich, Radieschen, Kartoffelcroutons & kleinem Salat. Einen derart zubereiteten Tafelspitz hatte ich bis dato noch nicht – ein wirklich spannendes Gericht – optisch wie geschmacklich erste Klasse.

Sehr lecker war auch der vegane WALDPILZ – KNUSPERSALAT mit zweierlei Sellerie, Rauchzwiebelconfit & Hollermandl.

Überhaupt nicht überzeugen konnte der TAFELSPITZBOUILLON mit Grießnockerln, Wurzelgemüse & Schnittlauch – man hatte förmlich den Eindruck es würde sich bei der kraftlosen und sehr dünnen Substanz um reines Wasser handeln – ein Totalausfall.

Hauptgericht

Ein Kollege entschied sich für den Hirsch. Optisch wie geschmacklich war der HIRSCHRÜCKEN AUF SCHWARZBEERRISOTTO mit Tiroler Rohschinken, Almkäse, Rosenkohlblättern & Orangen-Rübchen etwas ganz Besonderes.

Der Rest bestellten das WIENERSCHNITZEL VOM KALB Kartoffelsalat, kleinem grünen Salat & hausgemachtem Tiroler Moosbeerchutney für das, das Tschebull über die Grenzen Hamburgs hin bekannt ist.

Die Schnitzel hätte deutlich wärmer sein müssen als diese den Tisch erreichten. Zudem schmeckten alle 3 Schnitzel an der einen oder anderen Stelle fischig – gerade so als ob zuvor Calamares in derselben Pfanne zubereitet worden wären – da dem laut Bedienung nicht so war gingen möglicherweise zu viele Schnitzel in Folge durch die selbe Pfanne oder ein Surf & Turf Event schlug quer..

Der zum Schnitzel standardmäßig gereichte „warme“ Kartoffelsalat war schon wie einem früheren Besuch deutlich zu kalt, zu sauer und von der Konsistenz nicht klassisch stürzbar – eher wässerig. Dies war auch der Grund dafür dass zwei von uns hier lieber gleich Rösti anstelle des „Salates“ orderten.

Erwähnt muss werden das, das Schnitzel sich sehr von der Qualität unterschied die wir noch vor einem halben Jahr im Tschebull genießen durften.

Noch kurz zum Moosbeerchutney: Viel zu kräftig, unpassend zum Schnitzel…selbst für Wild aus unserer Sicht deutlich zu weihnachtlich überwürzt, was auch der Kollege mit dem ansonsten einwandfreien Hirschrücken bestätigte.

Nachspeisen

Zwei von uns ließen sich noch auf die HOMEMADE SACHERTORTE 2010 delight of Valhrona chocolate & apricot ein. Laut Feedback nicht nur optisch sondern auch geschmacklich gelungen.

Leider füllte sich der Gastraum während des Verzehrs der Nachspeise nahezu überfallartig mit  starkem Fisch Geruch – was letztendlich zu unserer verfrühten „Flucht“ führte.

Fazit

Das Tschebull ist sowohl mit dem Auto (ausreichend Parkplätze in der Umgebung) als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Die Lage an der Mönckebergstraße lädt zum Abendessen nach einer Shoppingtour förmlich ein.

Unsere Erfahrungen mit dem Tschebull sind leider von Besuch zu Besuch sehr unterschiedlich – was jedoch immer störte war die immense Geräuschkulisse und die teilweise viel zu engen Tische – man kommt sich fast schon wie beim Speed-Dating vor.

Gehen wir von einem qualitativ höherwertigen „Materialeinsatz“ aus haben wir preislich nichts auszusetzen.

Eine klare Empfehlung wollen wir auf Grund der letztlich gemachten Erfahrungen aber jetzt eher nicht aussprechen – wer es dennoch angehen möchte – viel Erfolg.

La Marianna in Berlin

Am Samstag stand uns der Sinn nach etwas authentisch-italienischem, da kam uns das La Marianna in Steglitz gerade Recht.

Reservierung

Das La Marianna hat recht überschaubare Kapazitäten, sprich man sollte auf Nummer sicher gehen und vorab reservieren – respektive sich telefonisch versichern das es noch ein “Plätzchen“ gibt.

Ambiente

Der Chef des Ristorante hat den Wert der italienischen Esskultur für sich erkannt und dem La Marianna auf “die Fahne geschrieben“ diesen kulturellen Schatz zu bewahren & zu entwickeln – bravo!

Man merkt jeden Moment seines Aufenthaltes das, für das Team vom La Marianna die Küche, die Gastlichkeit und der Service von größter Bedeutung sind. Man soll nicht nur Essen wie in Italien – man soll sich auch so fühlen!

Der Gastraum unterteilt sich in zwei Bereiche. Hat man das Ristorante betreten schaut man rechts in den Haupt-Gastraum. Dieser ist angenehm hell, sehr liebevoll & gastlich eingerichtet. Hier befindet sich neben der Theke vor allem auch einiges an “Wein Lagerkapazitäten“.

Zur linken Hand findet sich der zweite Gastraum, nicht ganz so groß, nicht ganz so hell – aber man kann sitzen…;-) Die Abstände der Tische zu denen anderen Gästen sind gut bemessen – womit einem kulinarischen Erlebnis nichts im Wege stehen sollte.

Im Außenbereich des La Marianna finden sich neben einem Zelt für “passionierte Raucher“ auch eine Reihe Tische, die bei hinreichender Sonne und passenden Temperaturen auch ein Sitzen im Freien erlauben. Trotz des Verkehrs an der naheliegenden Kreuzung doch recht angenehm.

Im La Marianna wird der Gast stets freundlich und zuvorkommend begrüßt & an den Tisch geleitet. Das Personal rekrutiert sich aus einer Hand voll “echten Italienern“ – und das bezieht sich gottlob vor allem auch auf die Speisen.

Wenn das Zubereiten frischer Speisen, dazu zählt für mich auch die Pizza, mal einen Moment länger dauert – ist dies genau der Moment der den geschmacklichen Unterschied macht!

Die Visitenkarte

Die Visitenkarte eines jeden Restaurants, die Toiletten, haben wir bei unserem letzten Besuch nicht frequentiert – bis dato waren diese aber OK.

Service

Nur in wenigen Restaurants macht es derart viel Freude bedient zu werden – alle Ober sind echte Originale – jeder mit seiner ganz speziellen Art – jeder Wunsch wird vorausgesehen und was die Zusammenstellung des Essens angeht wird der Gast gern “an die Hand“ genommen um ihn auf den Punkt kulinarisch glücklich zu machen, und man merkt jede Minute – das Team hat Spaß daran seine Gäste glücklich zu machen.

Manches Mal ist der Gast eingeladen, augenzwinkernd dem lautstarken “Diskussionen“ der Ober untereinander zu folgen – manches Mal wird auch ein Lied angestimmt….es herrscht eben Leben im La Marianna.

Vorspeisen

Als Starter werden im La Marianna ein äußerst leckeres Brot, Focaccia und hervorragende Oliven gereicht – in jedem Falle der richtige Einstieg in Sachen italienische Köstlichkeiten.

Die Karte ist ein Traum, diese gliedert sich klassisch italienisch (Antipasti, Primi Piato, Secondi Piato & Il Dolce, etc.) und wird turnusmäßig durch wechselnde Spezialitäten ergänzt. Im Grunde sind alle Speisen eine Gaumenfreude – heute jedoch habe ich mich für einen Vorspeisen Klassiker entschieden – Carpaccio die Manzo.

Was soll ich sagen, angefangen bei der hervorragenden & zarten Qualität des Rindfleisches, über den einzigartigen Geschmack des kaltgepressten Olivenöls bis hin zur auffällig runden Aroma des Parmesans – ein echtes Erlebnis.

Meine Begleitung wählte mit Vitello Tonnato ebenfalls etwas Klassisches – und wie soll es anders sein auch hier 100 / 100 Punkten.

Hauptgericht

Die erste Hauptspeise, eine Dorade Royal von der Tageskarte – auf den Punkt gegrillt, stilvoll angerichtet und geschmacklich hervorragend.

Die zweite Hauptspeise, eine Pizza Capricciosa mit erwähnenswerter Qualität der Oliven. In der Karte steht zwar “schwarze Oliven“ –  aber diese Oliven gehen eher in Richtung Calamata, ein dunkles lila, groß, fleischig und kräftig im Geschmack!

Zu guter Letzt, die dritte Hauptspeise – diesmal nicht aus der Karte und auch nicht aus der Tageskarte….schon sehr lange suchte ich nach einem Ristorante welches es versteht echte Spaghetti Carbonara zu zaubern – nicht mit Sahne und Schinken – sondern mit Eiern, Guanciale (Speck aus Schweinebacke oder – nacken), Pecorino und schwarzer Pfeffer – das war eine Offenbarung.

Nachspeisen

Wir hatten zwei Nachspeisen. Mit der klassischen Tiramisu eine aus der Karte, mit der Erdbeer Panna Cotta eine von der Tageskarte.

Die Tiramisu war von der Konsistenz optimal, der Biskuit noch einen Hauch knusprig, der Mascapone nicht zu süß und lediglich mit einer Andeutung von Mandel versehen – klassisch garniert mit einem Blatt Minze und einer frischen Erdbeer-Sauce – lecker.

Die Erdbeer Panna Cotta war etwas ganz Besonderes – gibt es nicht allzu oft, vor allem nicht mit dem Geschmack echter frischer Erdbeeren – alleine die richtigen Früchte hierfür zu finden ist oftmals eine Krux…also unbedingt probieren sollte es diese Nachspeise bei eurem Besuch geben.

Fazit

Das La Marianna ist sowohl mit dem Auto als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Die Lage an der Feuerbachstraße lädt förmlich zu einem Abendessen nach einer Shoppingtour ein.

Gehen wir von einem qualitativ höherwertigen „Materialeinsatz“ aus, haben wir preislich beim La Marianna nichts auszusetzen.

Unsere Erfahrungen mit dem La Marianna haben sich von Besuch zu Besuch kaum verändert – man gibt sich wirklich jeden Moment die größte Mühe gerade das authentisch-italienische mit Leben zu füllen… Buon Appetito!

Eine klare Empfehlung von uns für Ihren Besuch im La Marianna, in Berlin Steglitz