The Grand

Reservierung & Web

Auf Empfehlung hin haben wir uns spontan für den Besuch des Berliner The Grand entschieden. Wir waren gegen Nachmittag auf Location-Suche in Berlin Mitte unterwegs und hatten ad hoc eine telefonische Reservierung vorgenommen. Ein erfrischend freundliches und zuvorkommendes Gegenüber hob ab – Daniela – sie erzählte ein wenig zum The Grand und gab uns sogleich das Gefühl willkommen zu sein.

Das Restaurant öffnet offiziell erst gegen 19:00 Uhr, aber man empfing uns bereits um 18:00 Uhr auf das Herzlichste und überbrückte uns die Zeit mit zwei sowohl optisch als auch geschmacklich eindrucksvollen alkoholfreien Cocktails…aber dazu später ein wenig mehr.

Da das The Grand sehr nahe am Alex gelegen ist, hatten wir mit einer längeren Parkplatzsuche gerechnet – aber weit gefehlt, gleich neben dem Restaurant durften wir uns nach erfolgreicher Befüllung des Parkscheinautomaten glücklich schätzen, fußläufig eine Parkmöglichkeit ergattert zu haben.

Die Webseite vom The Grand ist nett gemacht, könnte aber etwas performanter daherkommen und was die Speisekarten angeht deutlich kürzere Wege bis ans Ziel bieten. Die Seite ist responsiv angelegt und somit auch für Mobile Devices eine feine Angelegenheit – auf dem großen Monitor wirken Schrift und Grafik hingegen stellenweise etwas verloren.

Ambiente

Von außen zeigt sich das Gebäude vom The Grand recht zurückhaltend, lediglich die zwei Eingänge, einer zum Restaurant, der andere zur Bar verraten, das hier eine Restauration untergebracht sein könnte. Dies ist vielleicht dem Denkmalschutz des historischen Schulgebäudes von 1842 geschuldet oder aber nur dem Understatement – in jedem Falle ist dies ansprechender als eine Brauerei gesponserte Leuchtreklame – Dezente Beleuchtungsakzente am linken Eingang nebst einem goldenen Schild verrieten uns, das wir das The Grand gefunden hatten.

Beim The Grand handelt es sich neben Restaurant & Bar um eine Club- & Event-Location. Stilistisch setzt man beim The Grand auf eine Mischung von blankem Mauerwerk, modernen akzentuierten Beleuchtungsszenarien und hochwertigen Clubmöbeln mit Chic. Im Restaurantbereich spielen die Speisen auf den durchweg weißen Tischtüchern die Hauptrolle – hier spürt man noch ein wenig vom Spirit der Ostberliner-Locations nach der Maueröffnung.

Bis zu 240 Gäste können im The Grand Speisen und Feiern, ca. 80 im Restaurant, 60 in der Galerie gleich über dem großen Gastraum sowie an die 100 auf der Terrasse. Zudem bieten die angeschlossene Bar und einige Suiten zusätzliche Kapazitäten für jedwede Events.

Die Visitenkarte

Die Toiletten des The Grand sind sehr stylish, Spotlights beleuchten alles Wichtige – die Stimmung ist in jedem Falle interessant – clubartig – und die stillen Örtchen waren sauber. Olfaktorische Gimmicks könnten hier noch das gewisse Etwas ausmachen.

Service

Als wir das The Grand betraten wurden wir im Eingangsbereich direkt von Daniela in Empfang genommen und sogleich an einem zentral gelegenen Tisch im Restaurantbereich platziert. Das nette Angebot unsere Garderobe abzugeben nahmen wir zwar diesmal nicht wahr – aber die Tatsache an sich empfanden wir als einen angenehmen und vor allem nicht mehr vielerorts anzutreffenden Service.

Man hat uns während unseres gesamten Aufenthaltes jeden Wunsch von den Lippen abgelesen. Dies nahmen wir nicht als aufdringlich oder störend wahr, sondern als stetige und zuvorkommende Begleitung. Vielen Dank für den tollen Service – wir haben ihn durchweg genossen.

Drinks & Bar

Wie eingangs erwähnt hat man uns die Zeit bis zum Essen mit zwei tollen Drinks überbrückt. Diese wurden in der hauseigenen Bar zubereitet und schmeckten interessant & sehr ausgewogen, der eine auf Basis von Passionsfrucht mit Minze, der andere mit Ingwer & Limone. Wir haben selten so nuancenreiche alkoholfreie Cocktails genießen dürfen – die Bar versteht ihr Handwerk und bietet ein angenehmes Ambiente. Die Luft dort ist Erfüllt von dem Duft verschiedener Hölzer und ich meinte beim kurzen Durchstreifen der Räumlichkeit eine Patschulinote wahrgenommen zu haben.

Vorspeisen

Zu Beginn wurde uns Brot gereicht. Hierbei handelte es sich um Scheiben vom Baguette und von einem dunkleren Körnerbrot – beide von bemerkenswerter Qualität – dazu erhielt ein jeder von uns eine kleine Portion wohltemperierter Butter.

Die Vorspeisen waren durchweg erwähnenswert lecker sowie optische High Lights, denen man die Sorgfalt & Professionalität ansah mit der sie zubereitet & angerichtet worden waren.

Ein echter Traum war der gratinierte, äußerst milde Ziegenkäse auf einer Tranche gegrillter Wassermelone, garniert mit frischem Feldsalat versehen mit einem Haselnuss-Karotten-Dressing und Thymianhonig – diese Vorspeise war eine echte Erkenntnis – mein Kompliment. Die Kombination an Texturen war eine große und einmalige Gaumenfreude.

Bei unserer zweiten Vorspeise handelte es sich um den The Grand Caesar Salad, bestehend aus Römersalatherzen, Tomaten-Crostini, Bacon-Croûtons, Parmesan einem wunderbaren Caesars Dressing mit einer Spur Sardelle gesalzen, gereicht mit einem halben Hummer.

Der Salat war sehr frisch und knackig, das Dressing ausgewogen und keinesfalls aufdringlich, der Parmesan beeindruckte und der Hummer war auf den Punkt gegart. Also auch diese Vorspeise war von besonderer Qualität und Handwerkskunst und dabei mit knapp 30 Euro absolut im preislichem Rahmen.

Hauptgericht

Unsere Wahl fiel auf das Porterhouse (US BEEF) aus dem Freigehege, laut Karte “Maisfütterung“ und daher mit ausgeprägter Marmorierung und einen tiefen, harmonischen Geschmack. Das Fleisch war sechs Wochen gereift und die Scheibe kam mit einem Gewicht von 1200 g daher. Das Porterhouse weist sowohl Rücken- als auch Filetanteil auf – ähnelt optisch dem T-Bone und wird im The Grand am Knochen gegrillt und tranchiert serviert. Nach dem Grillen wird dem Fleisch ausreichend Zeit gegeben zu ruhen, so dass der Fleischsaft nicht ausläuft, wenn es tranchiert wird. Für dieses Steak muss man im The Grand aktuell 129 Euro investieren.

Das Porterhouse war sehr lecker und mit Sicherheit von gehobener Qualität, aber der Grillgeschmack hätte deutlich intensiver und die Temperatur des Steaks deutlich höher sein dürfen. Nach dem überwältigenden Eindruck den die Vorspeisen hinterließen, war das Steak nicht wirklich etwas Besonderes – hier wäre für uns ein anderes Gericht aus dem reichhaltigen Angebot im The Grand sicher die bessere Wahl gewesen. Aber das ist der Preis, wenn man in den vergangenen Monaten nahezu alle Steakhäuser der Stadt besucht hat.

Hinzu kam das wir uns ganz besonders auf die originale Chimichurri Salsa gefreut hatten. Eine lateinamerikanische Saucen-Spezialität basierend auf einer Hand voll grüner Kräutern, Knoblauch, Schalotten und einigem mehr –  leider im The Grand lediglich eine Interpretation dieser an sich grünen Köstlichkeit – meilenweit weg vom Original. Dafür war dann aber der Portweinjus ein echtes Erlebnis. Zusätzlich wurde uns dann noch eine Sauce Bernaise gereicht – die war recht ordentlich, kam nicht zu “schwer“ daher und der Estragon war mit Augenmaß verwendet worden.

Dessert

Die Nachspeisen haben uns leider etwas enttäuscht, insbesondere die Creme Brûlée die deutlich zu klein “untergebracht“ war und daher kaum Raum für die Entfaltung einer ordentlichen Konsistenz hatte (Hier einfach mal das Ritz-Carlton am Potsdamer Platz besuchen und ein wenig Spicken – da geht noch was – weniger ist nicht immer mehr).

Das Sorbet von der Kirsche war Spitze, das von der Himbeere war dagegen förmlich langweilig und auch der Obstsalat wirkte fade und lieblos.

Hier ist deutlich Luft nach oben, die “süßen Sachen“ sollten mit den Vorspeisen mithalten können, etwas mehr Liebe zu Texturen und auch der Abschluss würde überzeugen.

Fazit

Für das The Grand können wir eine ganz klare Empfehlung aussprechen. Das Flair dieser Location, der gute Service und die feinen Speisen laden zum Verweilen ein. Wir werden sicher nochmals dort einkehren um ein paar weitere Gerichte zu probieren. Aus unserer Sicht ein Muss für jeden Gast, der Ziegenkäse auf gegrillter Melone.

Die Preise sind bei der angebotenen Qualität der Speisen in jedem Falle gerechtfertigt, ob es unbedingt ein Steak sein muss, muss jeder für sich entscheiden. Unsere Wahl fürs nächste Mal werden sicher raffiniertere Gerichte, wie z.B. der auf der Karte befindliche Rehrücken sein.

Besonders zu erwähnen ist die Herzlichkeit Danielas, sie hat dafür gesorgt, dass unser Besuch zum Erlebnis wurde…und Daniela – ich hoffe die Fotos gut geraten – wegen des Shiraz melde ich mich bei passender Gelegenheit nochmals bei Euch.

Fruitlogistica 2018 Berlin

Die Vorfreude zur Fruit Logistica 2018 war groß und die Messe überzeugte, wie bereits im letzten Jahr, auf ganzer Linie. Insbesondere bei den winterlichen Temperaturen in Deutschland hob die Vielfalt an exotischen & sonnengereiften Früchten die Stimmung und die Messe ließ flugs die winterlichen Außentemperaturen vergessen.

Auch in diesem Jahr war wieder allerhand Interessantes zu bestaunen. Angefangen mit dem schwarzen Knoblauch der mittlerweile in aller Munde ist, über herzförmige Gurken & lila Rosenkohl bis hin zu innovativen Kokos-Chips aus Thailand.

Hier ein paar Impressionen der diesjährigen Messe.

Der Fruit Logistica 2018 Innovation Award – Nominierungen

Die für den diesjährigen Fruit Logistica Innovationspreises nominierten Kandidaten warteten mit pfiffigen Lösungen auf. Die Palette reichte von biologischer Schädlingsbekämpfung für den Hausgebrauch, über Verpackungen mit einer bemerkenswerten Öko-Bilanz bis hin zu Gaumenfreuden aus dem fernen Asien.

Nominiert war die dunkelbraune Marmande Tomate von Adora – ein echter Genuss. Da diese Tomate eine äußerst robuste Haut hat kann man sie bedenkenlos – fast wie einen Apfel – in der Tasche transportieren ohne Gefahr zu laufen das sie kaputt geht. Dieses besondere Merkmal gefiel jedoch nicht jedem, es gab durchaus „Verkoster“ die sich gerade an der festen Haut störten. Der Geschmack dieser Tomate besticht mit seiner Ausgewogenheit an Säure und Süße die dennoch genug Platz für ein einzigartiges Aroma lässt. Zudem ist diese Tomate ein echter Eye-Catcher und für Gerichte wie z.B. einen echten Salde Nicoise mehr als geeignet.

Nominiert wurde auch die Kellermeister Manns GmbH mit einer Technologie die geeignete Früchte, wie beispielsweise Äpfel, direkt mit einem Branding versehen kann. Im Messe-Showcase wurden hierbei Äpfel unterschiedlicher Farbe zur LOGO Fruit. Sicher ein sympathischer Werbeträger, wenn sich zukünftig auch nicht standardisierte Biosorten mit natürlichen Farbdrucken bedrucken lassen.

Eine weitere Innovation – der Malver – kommt aus Italien. Eine Maschine die in der Lage ist nahezu an die fünfzig Mangos gleichzeitig zu entsteinen und zu halbieren, wobei wohl auch weiche Früchte schadlos verarbeitet werden können. Sicher eine sinnvolle Investition, wenn es mal ein paar Früchte mehr sein sollen, sprich für mittelständische Hersteller von Mango-Sorbet beispielsweise.

Die niederländische Firma East4Fresh, zeigte eine Innovative Variante der Wasabi-Aufbereitung für den Hausgebrauch.  Es handelte sich hierbei im eine Wasabi-Box, einen kleinen Holzbehälter der neben einer Edelstahlreibe eine frische Wasabi “Knolle“ enthielt. Dies nette Geschenkidee gibt es wohl auch bereits im Handel. Geschmacklich konnte uns der selbstgemachte Wasabi jedoch nicht überzeugen.

Das belgische Unternehmen Greenyard zeigte ihre “The Alberts Smoothie Station“. Der vorgestellte Automat konnten auf Basis tiefgekühlter Früchte- und Gemüsesorten natürliche Smoothies zubereiten. Gerade in Zeiten wo der Anteil gesundheitsbewusster Mitarbeiter in vielen Firmen “explodiert“ sicher eine feine Sache für innerbetriebliche Kantinen. Hierbei ist es möglich aus den verschiedenen „Ladungen“ nach eigenem Belieben zu mischen – was wohl auch mit Unterstützung einer App möglich ist.

Nominiert war auch das Unternehmen H2Hybrid. H2Hybrid stellte ihr modulares Bewässerungssystem auf Basis von sauerstoffangereichertem Wasser – hiermit solle es möglich sein, den Wasserbedarf beim Pflanzenwachstum um bis zu 80% zu verringern – vor. Sicher eine lohnenswerte Vorgehensweise, wenn man bedenk wie wasserintensiv der Anbau vieler Pflanzen – z.B. im Fall von Salaten – heutzutage ist.

Die Firma Koppert präsentierte einen überarbeiteten Ansatz biologischer Schädlingskontrolle. Koppert Biological Systems stellt hierfür unterschiedliche Nutzorganismen bereit. Von Parasiten wie Schlupfwespen & -Fliegen, über Pilze & Bakterien, bis hin zu Raubmilben, Raubwanzen, Raubkäfer u.v.m.. Für nahezu jeden Anwendungsfall vom häuslichen Garten bis zum Großanbau kommen diese effizienten biologischen Helfer zum Einsatz.

Die Firma Croptimal stellte im Rahmen ihrer Nominierung für den Innovation Award ihr neues mobiles Analyse System vor. Mit diesen Laborunits können Boden, Wasser und Planzengewebe direkt auf dem Feld untersucht werden – was vormals bis zu einer Woche dauerte kann nun direkt vor Ort in wenigen Minuten geschehen. Die Geräte sollen einfach zu bedienen sein und greifen über die Cloud auf Daten zu die, die aus den vor Ort Test ermittelten Ergebnisse bewerten helfen.

Mit ihrem Graspapier war zudem die Papierfabrik Scheufelen nominiert und hat unserer Meinung nach einen großen Wurf gelandet. Diese Technologie ist eine Glanzleistung und dies nicht nur auf Grund der hervorragenden Eigenschaften des Produktes an sich. Bei der Herstellung dieser Papiervariante kommen keine Chemikalien zum Einsatz, denn es handelt sich durchweg um einen mechanischen Produktionsprozess. Der Grundstoff braucht – anders als Bäume – nur Monate zum Wachsen und ist biologisch und daher für Lebensmittelverpackungen mehr als geeignet. Die Erzeugung verbraucht deutlich weniger Strom als jede andere Papierherstellung und zu guter Letzt, das aus unserer Sicht unschlagbare Kriterium in dieser Branche – Graspapier braucht in der Produktion lediglich einen Liter Wasser pro Tonne Papier – beim herkömmlichen Fertigungsverfahren auf Holz Basis sind es bis zu 6000 Liter pro Tonne…was für ein Quantensprung, Respekt!

Nun aber, last but not least…and the winner is“ POOK Coconut Chips!

Wenn ein Unternehmen mit dem Herzen dabei ist, dann merkt man dies auch dem Produkten an – bei POOKS Toasted Coconut Chips ist es genau so. Hier arbeitet eine ganze Familie, generationsübergreifend und voller Enthusiasmus seit Langem an einer gesunden Innovation für alle Chips-Lover und Couch-Potatos und siehe da, es wird belohnt.

Es ist schön zu sehen, das mit dem diesjährigen Innovation Award direkt die Menschen gewürdigt werden konnten, die alles gegeben haben ein Produkt zu entwickeln und es „auf die Straße“ zu bringen. Kein abstrakter Konzern, keine Design-Labs, ganz klare Strukturen und ein transparentes Produkt hinter und für das sehr symphytische Menschen stehen. Dieses deutsch / thailändische Projekt hat alle überzeugt und verdient es bald in jedem Chips Regal vertreten zu sein. Unsere Gratulation und Empfehlung für POOKS Toasted Coconut Chips -TASTE IT!

Weinmesse Berlin

Auf Einladung des Aachener Weinhändlers Aix Vinum hin, hatten wir Gelegenheit uns die Weinmesse Berlin einmal genauer anzuschauen. Eine Messe ganz nach unserem Gusto – im Gegenteil zu manch anderen Messen heutzutage, wurden uns hier allerhand Möglichkeiten angeboten eigene kulinarische Erfahrungen zu sammeln, ohne gleich Gebinde weise Weine ordern zu müssen – was unserer Meinung nach auch das angemessene Credo einer Endbverbrauchermesse sein sollte.

Das Eingangsszenario erinnerte ein wenig an den Start des New York Marathon – die Menge versammelte sich gegenüber des Mercure Hotels, vor den großen Stahltoren des Messegeländes und blickte erwartungsvoll dem Startschuss entgegen.

Als dieser fiel hielten wir uns etwas zurück, um dem Gedränge der Besucher zu entgehen die – wie auf jeder Messe – gerne immer die ersten sein wollen. Mit den Jahren lernt man dazu – jede gute Messe ist wie ein gutes Buffet – es wird stets nachgelegt – denn nichts ist schädlicher für die Wahrnehmung als unangebrachter Stress.

Als sich der erste Pfropfen von Besuchern etwas verlaufen hatte betraten wir den Eingangsbereich der Messe und statteten uns sogleich mit ein paar Weingläsern auf Pfandbasis aus. Bereits hier stiegen uns ein paar interessante Noten kulinarischer „Weinbegleiter“ in die Nase. Es gab neben den verschiedensten Käsesorten allerhand Backwerk und auch Deftiges zu verkosten. Unser Fokus lag jedoch diesmal auf den flüssigen Erzeugnissen, um die es ja bei einer Weinmesse auch gehen soll.

Die Messestände waren sehr zahlreich und erstreckten sich über mehrere Hallen. Es machte den Eindruck als ob ein jeder Winzer des Landes und darüber hinaus hier vertreten sei. Wir hatten uns zuvor aus dem handlichen Messeführer natürlich ein paar Anlaufstellen herausgesucht, und steuerten als erstes zum Weingut Laumersheim. Hier sollte es etwas Neues und ganz Feines geben – den edelsüßen „Pälzer Scherry“ – schon der phantasievolle Name weckte unser Interesse. Was soll ich sagen, eisgekühlt ein wirklich einmaliger Tropfen den nicht jeder sein eigen nennen kann. Die Flasche hatte mit ihren 0,375l genau das Maß, welches die Wahrscheinlichkeit von Kopfschmerzen am Folgetag im Zaume halten soll, sollte man das Fläschen dann doch ad hoc leeren sollte.

Hiernach durschritten wir die heiligen Hallen der Weine und ließen uns von weiteren Deutschen aber auch Ungarischem & Chilenischen Weinen inspirieren. Die Austeller nahmen sich stets die Zeit beim Ausschenken nicht nur Verkaufsgespräche zu führen, sondern auch Details zu ihren Trauben, den jeweiligen Anbaugebieten und dem Keltern zum Besten zu geben.

Im Anschluss an unseren Rundgang pilgerten wir zu Aix Vinum – die Chance die gesamte Bandbreite der australischen Molly Dooker Familie verkosten zu dürfen war zu verheißungsvoll. Schließlich sind sämtliche Shiraz Weine dieses Weingutes weltweit auf den höchsten Rängen der Bewertungslisten zu finden. Der 2012 Carnival of Love war im Jahr 2014 nach Parker der zweitbeste Wein der Welt…und den ersten Platz machte ein Port, was diesen Australier für uns persönlich zum besten „echten“ Wein dieses Jahrgangs macht.

Es war ein fantastisches Erlebnis am Stand von Aix Vinum den gehaltvollen und fruchtigen Weinen wie den Boxer, den Carnival of Love oder auch den Blue Eyed Boy zu verkosten. Hierbei versorgte uns Niklas Kudlek von Aix Vinum mit allen Details der jeweiligen Weine und hatte zu jedem Jahrgang natürlich noch eine passende Geschichte parat – man merkt dass der Mann in Aachen regelmäßig ordentliche Weinseminare veranstaltet. Seitens des Generalimporteurs von Molly Dooker Weinen in Deutschland hatten wir das natürlich auch erwartet. Es dauerte geraume Zeit bis wir uns von den reinen dunklen Trauben trennen konnten. Dann haben wir noch schnell für zu Hause einen 2012 Blue Eyed Boy gekauft und gerade noch genug Zeit gehabt, die zum Abschluss geplanten Köstlichkeiten, nämlich leckere Portweine zu probieren.

Sogevinus Fine Wines hatte als bester Produzent von Portweinen ein Angebot der Golden League 2016 auf dem Tresen stehen. Hier gab es die verschiedensten Jahrgänge Burmester und einiges an Kopke zu bestaunen. Wenn man zum Finale derart süße und hochprozentige Portweine verkostet, ist es in jedem Falle angeraten sich vorab darüber im Klaren zu sein, was dies ggf. für den „Schädel“ am nächsten Tag bedeuten könnte – ganz abgesehen von der nötigen Heimkehr-Strategie – bei den Qualitäten gab es aber keinerlei Probleme.

Was soll ich sagen es war ein äußerst gelungener Abschluss, das nächste Taxi war unseres und wir hatten uns mit dem Kopke 10 & L.B.V. 2012 noch zwei gute Flaschen sichern können.

Unser Fazit, die Weinmesse Berlin hat sich in jedem Falle gelohnt. Wir haben viel Neues, aber auch Bekanntes gesehen und genossen. Diese Messe könne wir guten Gewissens jedem empfehlen der einem guten Tropfen gewogen ist. Es war zwar recht voll, jedoch waren alle Besucher die wir trafen sehr aufgeschlossen und beseelt…wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Weinmesse Berlin.

Schlemmerabend die Dritte

Es ist der 20. September 2017 und wieder einmal Schlemmerabend bei Struve. Ein weiteres Jahr ist vergangen und die Vorfreude war bereits groß – was soll ich sagen das Warten wurde wie immer belohnt.

Gottlob hatte ich bereits einige Minuten vor dem Einlass die Möglichkeit noch schnell ein paar Schnappschüsse der, wie jedes Jahr, liebevoll gestalteten Schlemmer-Buffets zu knipsen.

Der Ansturm war diesmal immens und ein jeder der noch ein Ticket für den Schlemmerabend ergattert hatte, konnte sich glücklich schätzen bei diesem kulinarischen Highlight dabei zu sein.

Das Struve-Team war wie immer hoch motiviert und trotz bereits absolvierter Tag-Schicht voller Vorfreude zwei ausgelassene Stunden gemeinsam mit Ihren Kunden zu verbringen.

Gleich am Eingang gab es fantastisches Sushi – diesmal unter dem Motto „Wiesn-Sushi“ – mit sehr viel Liebe zum Detail und einer großen Portion Professionalität, hatten die Damen und Herren des hauseigenen “Sushi-Produzenten“ ein geschmackliches Feuerwerk fabriziert.

Gleich gegenüber konnte der Fleischliebhaber sich mit einem erwähnenswert leckeren Schweinebraten auf Krautsalat verwöhnen lassen.

Es waren wieder viele kleine Stände verschiedenster Hersteller aufgebaut worden. Hier konnte man von den unterschiedlichsten Horsd’œuvre, über Pizza-Ecken, Lachs & Garnelen, Raclette vom Blauschimmelkäse bis hin zu Gebäck und Keksen viel Neues, aber auch Bekanntes probieren.

Natürlich gab es neben verschiedenen Rum-Sorten auch wieder einiges an Weinen und auch Craft-Bieren sowie Pale Ale zu verkosten.

Besonders erwähnen möchte ich noch die Damen und Herren der Fleisch & Wurst-Theke. Es ist schon erstaunlich wie viele kleine Gaumenfreuden hier auch in diesem Jahr wieder gezaubert wurden –  ganz bodenständig – und trotz allem ganz besonders.

Ach ja, und auch die Damen die – wie jedes Jahr – im Bereich der Kühltruhen Garnelen für die Besucher zaubern – großes Kompliment für den gelungenen Service trotz des großen Ansturmes – und dann auch noch so lecker!

Alles in allem mal wieder eine gelungene Veranstaltung. Vielen Dank an die Struve Familie und die vielen fleißigen Mitarbeiter ohne die ein solcher Event gar nicht machbar wäre.

Hier einige Bilder zum diesjährigem Schlemmerabend die sicher Lust darauf machen beim nächsten Mal dabei zu sein.

Am 11.10.2017 findet der Schlemmerabend in Rahlstedt (20:00 – 22:00 Uhr) und am 08.11.2017 in Eidelstedt (20:00 – 23:00 Uhr) statt!

Ein weiterer toller Serien-Event ist Struves Music & the City (immer von 20:00 – 23:00 Uhr) am Hummerstand im Hanse Viertel (Große Bleichen / Poststraße 33, 20354 Hamburg). Dort legt jeweils einen DJ auf und es wird ausdrücklich zum Tanz geladen.

Bisher bekannte Termine: 05.10.2017, 02.11.2017, 07.12.2017, 14.12.2017, 04.01.2018, 01.02.2018, 01.03.2018, 29.03.2018, 05.04.2018 und der 03.05.2018.

Übrigens, am Hummerstand gibt es freies WLAN & die Location kann auch für die eigene Party angemietet werden – vielleicht auch mal eine chillige Option für den nächsten Geburtstag.

Einfach mal Online bei EDEKA Struve vorbeischauen – dort gibt es dann noch mehr Details.

Sale e Pane Berlin

Reservierung & Web

Das Restaurant Sale e Pane ist nicht allzu groß, hat jedoch einen Außenbereich der gerade bei gutem Wetter Freude macht und dieser Italiener im Herzen von Steglitz ist stets gut besucht. Deshalb raten wir hier bei einem Besuch vorab unbedingt – am besten telefonisch – zu reservieren.

Die Webseite des Sale e Pane ist responsiv und damit geeignet für Mobile Devices, allerdings ist der Inhalt recht spartanisch und kaum mehr als eine digitale Visitenkarte.

Ambiente

Schon beim Betreten des Restaurants wird der Gast am ausladenden Tresen Bereich sehr freundlich empfangen und man fühlt sich – auch wenn es der erste Besuch sein mag – von der ersten Minute an wohl.

Die Sitzgelegenheiten, Stühle und Bänke, sind aus Holz, die Wände teilweise verputzt, wie man es von italienischen Restaurants kennt. Der gesamte Gastraum ist hier und dort mit ansprechender Deko, beispielsweise frischen Früchten oder auch einer Auswahl “exotischer” Kürbis-Sorten, Ölen oder schmucken Aperitif-Flaschen dekoriert.

Die Gestaltung des zweigeteilten Gastraumes ist mit Liebe vorgenommen worden. Stilecht sind die Tische rot/weiß kariert eingedeckt.  Auf den Tischen finden sich hochwertige Stoff-Servietten, stets ein kleiner aber feiner Blumen-Schmuck, ein gutes Olivenöl nebst dem obligatorischen Balsamico sowie pro Gast ein Wasser- und ein Wein-Glas.

Bereits hieran merkt man das, dass Sale e Pane einen Anspruch erhebt ein traditionelles, authentisches jedoch in jedem Falle trotz allem modernes italienisches Ristorante zu sein.

Der Tresen beherbergt viele italienische, aber auch internationale Köstlichkeiten der Kategorie “enthält Alkohol” sowie das klassische Portfolio an Espresso Variationen.

Die Lichtsituation im vorderen Teil des Restaurants ist gut – im hinteren Teil könnte es deutlich heller sein, damit die kulinarischen Höhepunkte noch besser ins rechte Licht gesetzt werden.

Die Visitenkarte

Die Toiletten waren sauber und machten einen gepflegten Eindruck. Allerdings meinen wir das mit ein wenig mehr Deko & Duft auch hier noch ein Plus an Wohlgefühl Einzug halten könnte.

Service

Die Bedienung war freundlich, zuvorkommend und schnell – war mal ein Glas leer, wurde sofort reagiert. Unsere Wünsche wurden uns von den Lippen abgelesen. Kreative Vorschläge abseits der Speisekarte gehören in diesem Ristorante zum Programm.

Vorspeisen

Als kleinen Gruß der Küche erhalten alle Gäste vorab etwas Brot, Oliven und einen hauseigenen Brotaufstrich – die allseits bekannten Bruschetta werden nicht gereicht.

Mit etwas mehr Abwechslung, ausgewählten und schmackhaften Oliven die auch ohne zusätzliche Kräuter & Salz glänzen können wären wir jedoch noch glücklicher.

Besonders anzumerken ist das Brot im Sale e Pane – allein dies ist schon Grund genug für einen Besuch dort.

Unser Carpaccio war sehr frisch, das Fleisch hauchdünn, es hatte – wie es sein soll – Raumtemperatur, die Rauke war uns jedoch zu viel des Guten und dabei nur wenig nussig und ganz leicht bitter. Hier könnte ein gutes Bio-Produkt sicher noch den Feinschliff geben. Das Olivenöl war sehr lecker und der Parmesan ein Gedicht. Auch das Vitello Tonnato hat uns sehr gut geschmeckt.

Wir empfehlen als Vorspeise jedem Gast die Spezialität des Hauses zu probieren die Calamaretti. Neben der phantasievollen Deko des Tellers glänzt diese Vorspeise mit ihrer Frische und der Komposition verschiedener Texturen. Eine wahre Gaumenfreude und als Vorab-Gericht bei einem Italiener kaum zu toppen ohne die Lust auf die Hauptgerichte zu schmählern.

Hauptgericht

Die Pizzen im Sale e Pane sind sowohl handwerklich, optisch als auch geschmacklich ein absolutes Must-Taste im Bezirk. Wir hatten uns bisher für den Klassiker – die Pizza Margherita – mal einfach, mal mit Büffel-Mozzarella entschieden und wurden jedes Mal mit einem kulinarischen Highlight belohnt.

Als Pasta hatten wir bereits öfter Spaghetti Aglio Olio mit Gambas. Diese waren stets ordentlich abgeschmeckt und mit frischen Strauch-Tomaten und etwas scharfer Paprika fürs Auge ansprechend serviert.

Auch die Steaks sind im Sale e Pane stets eine gute Wahl. Der Chef versteht viel von gutem Fleisch und kauft daher auch solches ein. Beim Gargrad hatten wir bis dato nie einen Ausreißer und wie bei allen Beilagen glänzten Brokkoli, Spinat, Möhren und Kartoffeln stets mit perfekter Optik und Konsistenz.

Nachspeisen

Sollte noch Platz für Süßes sein empfehlen wir das hausgemachte Tiramisu – hier ganz ohne Ei & Alkohol und somit auch für Schwangere geeignet. Wer gerne ein Panna Cotta mag wird, vom Geschmack und ganz besonders von der Konsistenz dieses italienischen Dessert Highlights im Sale e Pane überrascht.

Fazit

Für das Sale e Pane können wir eine Empfehlung aussprechen. Wer Pizza, Pasta & mehr der italienischen Lebensart liebt sollte es unbedingt mal ausprobieren.

Die Preise sind bei der bis dato angebotenen Qualität & im Vergleich mehr als fair. Gut fanden wir auch das hier die Apfelsaftschorle von Hause aus mit leckerem, trüben Apfelsaft gereicht wird – dies findet man immer weniger.

Besonders erwähnen wollen wir auch die Herzlichkeit des Ganzen Teams, die erst dafür sorgt des dieses Ristorante “der Italiener um die Ecke” werden kann.

Von uns ein klares JA für einen Besuch im Sale e Pane in Berlin Steglitz!

Fruitlogistica 2017 Berlin

Auf die freundliche Einladung der Messe Berlin hin, hatte ich in diesem Jahr erstmalig Gelegenheit mich der Fruitlogistica zu widmen. Eine Messe ganz nach meinem Geschmack – im Gegenteil zu manch anderer Food-Messe nicht zu überlaufen und zudem allerhand optische und kulinarische Höhepunkte.

In diesem Jahr waren wieder weit über 70.000 Besucher vor Ort, die sich gefühlt jedoch gut über die drei Tage verteilten – der Großteil der Besucher kam aus dem Ausland und so konnte man sein Englisch, sein Französisch, sein Spanisch aber auch viele andere Sprachen dort auf den Prüfstand stellen.

Es waren tausende von Aussteller, darunter nahezu alle südeuropäischen Länder, alle lateinamerikanischen sowie asiatischen Anbieter durchweg mit fantastisch gestalteten Ständen vertreten – ich gehe davon aus das jeder Kontinent dabei war. Für die Messe Berlin sicher eine der interessanteren Veranstaltungen, in jedem Falle aber auch eine gewaltige Herausforderung – die aus meiner Sicht bravourös bestanden wurde.

Zur Einstimmung hatte die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) unter anderem den Presse-Besuchern zwei Charts zur Verfügung gestellt (Quelle: AMI-Analyse auf Basis des GfK Haushaltspanels), die das deutsche Verhältnis an Einkaufsmengen für Frischobst und Gemüse wiedergeben. Hieraus geht hervor das Äpfel & Bananen an der “Fruchtfront“ noch immer die unangefochtenen Spitzenreiter sind.

Beim Gemüse lesen sich die ersten sechs (Tomaten, Möhren, Zwiebeln, Salatgurken, Paprika & Eisbergsalat) wie die Zutatenliste eines guten Salates – und daraus wird dieses Ranking letztendlich wohl auch hervorgehen. Interessant wäre welchen Platz hier Schafskäse & Thunfisch eingenommen hätten, wobei diese beiden Kandidaten ja nicht unbedingt dem Gemüse hinzugezählt werden dürfen…

Bei einem derart umfangreichen Angebot an die Fachbesucher wie in diesem Jahr, war es für den einen oder anderen unumgänglich Prioritäten zu setzten. Neben vielen interessanten Konferenzen & Workshops blieb oft nicht die Zeit sich jeder der einzigartigen Hallen des Messegeländes ausreichend zu widmen.

So konnte auch ich innerhalb der drei Tage leider nicht wirklich alles sehen, erfahren und probieren was es auf der Fruitlogistica so gab. Daher habe ich mich auf die unterschiedlichen Sorten von Blutorangen – hier hatte ich letztlich erst ein CheckIt released (die Sorten habe ich dem Blutorangen CheckIt  hinzugefügt) –  einige Obst-Neuheiten sowie die liebevolle Ausgestaltung vieler Stände fokussiert.

Die vielen Bilder im Anschluss an diesen Beitrag sollen Euch das Gefühl vermitteln, welches in Gegenwart derart vieler Frische-Produkte zweifelsohne auch Euch erfasst hätte.

Die Fruitlogistica ist auch im nächsten Jahr ein MUSS für jeden der auf Früchtchen steht.

 

The Cracking Monkey – ein MUSS für Nussliebhaber

Die Pili-Nuss – was für eine Nuss & dabei auch noch vegan. Neben der absolut tollen Art der Darbietung und Verpackung in schicken Baumwollbeuteln – bedruckt auf Sojabasis -, besticht die Cracking Monkey, mit Ursprung auf den Philippinen, ganz besonders durch die haptische Erfahrung & den ökologischen Gedanken.

Die Nuss kann mit einem Edelstahlhebel, der aus recyceltem Besteck gefertigt ist, an den vorab bereits eingekerbten Flanken kinderleicht geöffnet werden. Sie ist angenehm weich im Biss und weist ein mildes Aroma auf. Zudem enthält sie eine “gute Portion“ Vitamin E, A und C sowie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen. Von Ballaststoffen, Aminosäuren, Proteinen mal ganz abgesehen – ein sehr gesundes “Nüsschen“.

Vertrieben wird dieses ökologische und innovative Erzeugnis von der Frischebox GmbH in Rheinstetten und war sicher nicht umsonst ein heißer Kandidat auf den Fruit Logistica Innovation Award 2017.

Kaufen kann man die Nüsse angefangen von 300g bis hin zum 5kg Beutel, wobei sich letztere Größe besonders gut als Gimmick für schicke Partys und andere In-Events anbietet. Gesund, ökologisch & Hype, was will man mehr.

Mehr zur Nuss unter http://www.thecrackingmonkey.de.

Snow White Pear – eine “Birne“ die mehr bietet

Wer Birnen liebt, wird mit Sicherheit ein Fan der Snow White Pear von Qingdao O’natur werden. Auf Grund ihrer Größe (200 – 500g/Stück) bietet diese wunderbare Frucht das nötige “Mehr“ an Genuss.

Anders als viele Ähnliche “Birnengewächse“ hat sie keinen mehligen Touch und schmeckt durchweg erfrischend ohne dabei zu süß zu sein. Diese Frucht lässt sich hervorragend verarbeiten und weist ein ganz eigenes Aroma auf. Besonders gekühlt und ggf. in Form kleiner ausgestochener Kugeln gibt dieses Obst eine tolle und ungewohnte Ergänzung für jeden Fruchtsalat ab.

Neben vielen Vitaminen hat die Snow White Pear auch einen Anteil an Antioxidantien zu bieten. Die Frucht hat Ihr zu Hause in Qingdao (China) und wird periodisch zwischen September und April angeboten. Sie ist laut Hersteller mit dem GLOBAL G.A.P., Organic Product Certificate ausgezeichnet worden und kann in Karton angefangen von 5 bis zu 18kg geordert werden.

Quelle in Deutschland: Aktuell nur DirectOrders, ab September 2017 auch im freien Handel

HLB: Papaya at its best – Bio aus Amerika

Es gab allerhand Anbieter von Papaya auf der Fruitlogistica und jede Sorte hatte ihre Vorzüge. Ich hatte die Chance sehr leckere Papaya aus Brasilien zu probieren – groß, weich und zuckersüß waren diese.

Aber im Vergleich mit der Organic Formosa von HLB aus Florida hatte keine andere Papaya eine echte Chance. Diese Bio Papaya war zwar nicht so groß wie andere, aber Ihr Geschmack und ihre Konsistenz machen sie einzigartig.

Lorenz, der Director of Sales von HLB Specialties, war nicht nur ein super freundliches Gegenüber, sondern auch ein echter Spezialist. Er nahm sich ausreichend Zeit mir die Beweggründe und den Spirit dieses Produkts, aber auch der vielen anderen Spezialitäten von HLB zu erläutern.

Neben Papaya offeriert HLB auch hervorragende Rambutan, süße große Mangos erstklassige Limetten und vieles mehr. Man merkt an der erlesenen Qualität der Produkte mit welcher Sorgfalt und Liebe hier gearbeitet wird. Vielen Dank für diese Einblicke.

Quelle in Deutschland: Die herkömmliche Papaya die durch HLB vertrieben wird bekommt man beispielsweise bei Globus & Edeka – die Bio Papaya sind noch sehr neu, daher kann es ggf. noch etwas dauern bis es diese dort auch zu kaufen gibt.

CheckIt: Blutorangen

Blutorangen im Quick CheckIt

Ich liebe Blutorangen, aber wie es immer so ist kauft man meist nur wenige und sobald man festgestellt hat, das diese besonders lecker waren gibt es schon keine mehr davon – oder die neu gekauften schmecken plötzlich vollkommen anders. Blutorangen schmecken deutlich intensiver als ihre „unblutigen“ Verwandten, sie enthalten je nach Sorte unterschiedliche Mengen an Vitamin B, C, E sowie Kalium und Kalzium und sind neben dem Attribut lecker daher auch äußerst gesund & fotogen.

Die Farbe des Fruchtfleisches bei Blutorangen wird durch Anthocyan hervorgerufen – die Menge an Anthocyan ist abhängig von Temperaturschwankungen über den Tag und hat auch Einfluss auf den Farbanteil der Schale (Exokarp, Flavedo). Besonders “ansehnliche” Früchte finden sich in der Nähe des Aulkans Ätna, aber auch in den USA, Südafrika und dem gesamten Mittelmeerraum.

Die, je nach Sorte (Moro, Sanguine, Tarocco,  u.a) mal stärkere oder weniger stark ausgebildete weiße Schicht zwischen Schale und dem Fruchtfleisch nennt sich Mesokarp oder auch Albedo. Hier liegt – wie auch bei herkömmlichen Orangen – beim Verzehr oftmals der größte “Störfaktor“, denn die meisten Leute möchten so wenig davon mitessen wie möglich. Daher muss nach dem Schälen sehr oft ein aufwendiges Putzen erfolgen – wenn man dies selber machen muss ist der Genuss oftmals schon getrübt. Zudem kommt es oft vor das beim zu intensiven Auspressen von Saftorangen das Albedo den Saft bitter werden lässt. Was zudem stört ist das bereits beim Schälen, aber spätestens beim Putzen Saft aus dem Fruchtfleisch austritt, der die ganze Angelegenheit dann oftmals recht klebrig werden lässt.

Ob die Blutorangen Kerne hatten war mir in diesem CheckIt nicht so wichtig – wenn man bedenkt das sich naturgemäß Obst über seine Samen, respektive Kerne vermehrt kann man Kernlosigkeit – auch wenn es mehr Freude beim Essen macht –  nicht wirklich als Pluspunkt werten. Wären allerdings über die Maßen viele Kerne in einer Frucht gewesen hätte ich dies aber zumindest angemerkt. In Summe waren es bei drei verkosteten Früchte lediglich sechs Kerne.

Es gibt mehrere Sorten der sogenannten Blutorange – meist werden bei uns die Moro (tiefrot) & Tarocco (leicht rot durchzogen) angeboten. Eine gute Option sich nicht mit den Sorten beschäftigen zu müssen, ist es beispielsweise sich an den Anbietern zu orientieren.

Diese Blutorangen haben dann meistens eine Produktbezeichnung und man ist so etwas zielsicherer bei dem was man beim Einkauf  in die Hände bekommt. Eine Garantie gibt es aber nie.

Für dieses kleine CheckIt habe ich beim Berliner KaDeWe drei verschiedene Blutorangen-Sorten eingekauft. Warum im KaDeWe? Zum einen weil es Freude macht dort Kulinarisches zu shoppen, zum anderen weil nur sehr, sehr wenige Geschäfte standardmäßig mehr als die Moro im Portfolio haben.

Nach meinem Besuch der Fruitlogistica 2017 habe den Beitrag noch um fünf weitere Blutorangen erweitern können.

Ganz wichtig: In meinem Fokus standen Geschmack, Handling & Aussehen. Weiterführendes Wissen zu Sorten, Anbaugebieten und Eigenschaften der beschriebeben Früchte findet Ihr beispielsweise bei Wikipedia oder auf den jeweiligen Produzenten Webseiten.

Anbieter KaDeWe

Der Produzent war leider nicht benannt, die Sorte Moro, Herkunft Italien/Sizilien

Plus

Die Moro war recht süß, hatte aber trotz allem ausreichend Säure um nicht langweilig zu schmecken. Im Biss war diese Orange ausreichend fest und das Fruchtfleisch von kräftiger roter Farbe.

Minus

Die Moro ließ sich verhältnismäßig schlecht pellen und musste im Anschluss aufwändig geputzt werden.

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Moro von mir 3-4/5 Punkte.

Anbieter Sanlucar

Sanlucar “Rote Sonne“, Sorte nicht benannt – vermutlich aber eine Tarocco, Herkunft Italien/Sizilien

Plus

Die Sanlucar Blutorangen ließen sich extrem gut pellen und es blieb auch sehr wenig Albedo an den Früchten haften, womit kein Putzen mehr nötig war und die Frucht sogleich genossen werden konnte. Diese Blutorange war sehr saftig und hatte ein ausgewogenes Süße / Säure Verhältnis.

Minus

Die Sanlucar weist nur ganz geringe Spuren roten Pigmente auf und lässt sich daher als Blutorange manchmal nur schwer identifizieren.

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Sanlucar von mir ganze 5/5 Punkte.

Anbieter Struwwelpeter

Struwwelpeter, Sorte nicht benannt, Herkunft vermeintlich Italien/Sizilien

Plus

Die Struwwelpeter eignen sich auf Grund ihres Looks sicher gut für die Food-Fotografie.

Minus

Die Struwwelpeter ließ sich im Vergleich verhältnismäßig schlecht pellen und musste im Anschluss zusätzlich aufwändig geputzt werden. Sie war nur mittelmäßig saftig und das Fruchtfleisch deutlich weniger rot als beispielsweise bei der Moro. Vor allem aber hatte die Struwwelpeter sehr viel Säure und erinnerte geschmacklich stark an eine Zitrone.

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Struwwelpeter von mir nur 2-3/5 Punkte.

 

[Update 2017-02-20]

Im Rahmen der Fruitlogistica 2017 habe ich fünf weitere tolle Blutorangen gefunden und im Folgenden für Euch in den CheckIt vom Januar aufgenommen

Anbieter Il Fragolino (Arancia Rossa)

Die Il Fragolino eignen sich auf Grund ihres tollen & natürlichen Looks extrem gut für die Food-Fotografie.

Plus

Diese Blutorange macht Ihrer “Zunft” alle Ehre – sie sieht super aus, kommt mit Blattwerk daher, duftet sehr intensiv und hat einen bestechenden Geschmack. Sie hat gerade genug süße gepaart mit typisch kräftigen “Vulkan Aroma“ zudem löst sich bei pellen die Frucht leicht aus und hat kaum Albedo an der Frucht.

Minus

Keines

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Il Fragolino von mir ganze 5/5 Punkte.

Anbieter Moretti

Die Moretti, dem Aussehen nach eine Tarocco, eignet sich bedingt für die Food-Fotografie.

Plus

Das Innere dieser Blutorange hat einen guten Look – leicht rot durchzogen macht sie zumindest Innen schon etwas her. Sie weist etwas mehr Säure auf als einige andere Sorten, aber das Verhältnis ist subjektiv gesehen noch OK. Die Moretti ist zudem sehr saftig und lässt sich gut pellen.

Minus

keines

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Moretti von mir 4/5 Punkte.

Anbieter Valensina Sanguinelli (aus Spanien)

Die Valensina Sanguinelli , eine Orange zum Saften.

Plus

Die Früchte haben einen super Blutorangen Look der sich im Inneren allerdings nicht derat “wiederholt”. Diese Blutorange hat einen ausgewogenen Säureanteil und eigenet sich in diesem Kaliber hervorragend als Saftorange.

Minus

Das Innenleben ist optisch mäßig interessant, das Albedo leider sehr kräftig und die Frucht  aufwändig beim pellen.

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Valensina Sanguinelli von mir 3-4/5 Punkte.

Anbieter IGP (Sizilien)

Unter den Begriff  Arancia Rossa di Sicilia fallen die Sorten Moro, Sanguinello und  Tarocco. Die IGP hat es sich zum Ziel gesetzt eine geschützte geografische Angabe zu etablieren – ebenso wie z.B. beim Balsamico. Bei den direkt  auf dem IGP Stand angebotenen Blutorangen handelte es sich überwiegend um die Sorte Tarocco.

Plus

Die IGP Blutorange ließ sich sehr leicht pellen, war auffällig süß.

Minus

Neben der Süße fehlte leider der gewisse Anteil an Säure und somit das erhoffte geschmackliche “Feuer”. Zudem war die IGP nicht so fotogen und wirkte von Außen eher wie eine ganz normale Orange – von Innen dann wie die anderen Taroccos auch.

Auf einer Skala von 0-5, erhält die verkostete IGP von mir 3-4/5 Punkte.

Anbieter Rosaria

Die Rosaria stammt ebenfalls aus der Region um den Ätna und eignet sich im verkosteten Kaliber meines Erachtens eher für Saft als zum direkten Verzehr. Allerdings baut der Hersteller darüber hinaus alle bekannten sizilianischen Blutorangensorten und auch einige Kreuzungen an.

Plus

Die Rosaria ließ sich einfach pellen, war recht süß und saftig. Das Innere sah sehr nach Moro aus – ob dem so ist oder hier eine Kreuzung mitgegeben wurde war nicht klar.

Minus

Anders als beim Inneren kann man der Rosaria ganz klar ein langweiliges Äußeres bescheiden. Die Frucht hatte deutlich zu wenige Säure / Feuer.

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Rosaria von mir 3/5 Punkte.

Fazit [2017-01-29] 

Aus meiner Sicht ist der Gewinner dieses kleinen CheckIt ganz klar die Blutorange “Rote Sonne“ von Sanlucar. Diese Orange hat neben der herausragenden geschmacklichen Aspekte vor allem auch durch ihr gutes „Handling“ überzeugen können.  Man konnte sie ohne viel Aufwand und klebrige Hände genießen und hatte trotz allem eine auffällig frische und saftige Frucht.

Fazit Update [2017-02-20]

Nach der Verkostung weiterer fünf Sorten muss ich mich korrigieren. Mein absoluter Top Favorit ist die Il Fragolino. Nicht nur das die Mitarbeiter diese Produzenten am authentischsten schienen – die Früchte waren ebenso ein Augenschmaus wie sie geschmacklich eine ganze Kategorie über allen anderen anzusiedeln waren. Hier schmeckte man das Feuer des Ätna formlich heraus – Respekt für so viel Liebe zur Frucht und einem solch guten Ergebnis “der handwerklichen Kunst”.